Goldene Milch

Wer kennt sie noch nicht? Die goldene Milch? Seit einigen Jahren schon „in aller Munde“ schwappt sie aus der ayurverdischen Medizin in unsere Breiten herüber. Und weil ich gerade dabei bin mich selber damit zu behandeln, kommt heute ein Artikel über alles was ich an Wissenswertem zusammengetragen habe.

Goldene Milch wird auch als „kurkuma latte“ bezeichnet und liefert damit schon einen Hinweis auf die Hauptzutat: Kurkuma. Inzwischen kennen wir Kurkuma nicht nur aus dem Fernsehen, sondern auch aus der indisch-asiatischen Küche wo es in jedem Curry gern gesehen wird.

Goldene Milch mit Kurkuma, Ingwer und Zimt kann man selber zusammenstellen oder auch als fertig zusammengesetztes Pulver kaufen. Die Rezepte zum Selbstzusammenstellen kannst du gut im Netz finden. Für mich selber habe ich fertiges Pulver gekauft, weil darin alle Hauptbestandeteile aus biologischem Anbau verwendet wurden.

Rezept für Goldene Milch

  • 10g (1 gestr. TL) Kurkuma oder Kurkumapulver
  • 1/2 TL Zimt | Achte darauf Ceylon Zimt zu verwenden, denn dieser enthält weniger vom Inhaltsstoff Cumin.
    Bei höherer Dosierung kann Cumin die Leber schädigen und steht im Verdacht Krebs zu erregen.
  • 2cm frischen Ingwer oder Ingwerpulver
  • Und wenn du fertig gemischtes Pulver verwendest, dann Packungsanweisung beachten.
  • 250-300ml Flüssigkeit
    Erlaubt ist, was dir schmeckt wie z.B. Pflanzenmilch, Kuhmilch, Wasser oder Tee
    wobei du wissen solltest, dass Kuhmilch kontraproduktiv sein könnte. Wenn sie z.B: gegen entzündete Gelenke eingesetzt werden soll, muss man wissen, dass gerade die tierischen Milchprodukte im Verdacht stehen diese Entzündungen auszulösen. Man kann deshalb auch gut einfaches Wasser nehmen oder z.B. einen fast geschmacksneutralen Rooibuschtee. Und wem das nicht reicht und man genussvoll eine Crema schlürfen möchte, kann man in das Wasser auch Proteinpulver zugeben.
  • zum Süßen eignen sich Agavendicksaft, Datteln, Ahornsirup oder Honig – natürlich auch Zuckerersatzstoffe wie Erythrit oder Xylit … oder probier doch mal eine Tonkabohne. Herrlich.
  • Cucurmin, der Wirkstoff im Kurkuma hat ein Handicap: seine Bioverfügbarkeit, er kann nämlich nicht gut vom Körper aufgenommen werden. Aber zum Glück gibt es ein paar Tricks, die das verbessern. Gebe der Mischung Pfeffer hinzu und einen TL Bio-Kokosöl oder Ghee. Das verbessert die Aufnahme von Kukurmin um ein Vielfaches.
  • Und gerne auch ein bisschen Muskat wer das mag.
  • Schokofans dürfen ihre groldene Milch auch in eine Schokomilch umwandeln und 1 TL Backkakao hinzufügen.
    Auch der ungezuckerte Kakao ist durchaus ein gesunde Zutat.
  • In der Weihnachtszeit darf es auch ein bisschen Spekulatius- oder Lebekuchengewürz sein.
  • Wenn du Probleme mit dem Schlaf hast, kannst du dir am Abend auch 1/4 TL Ashwaghanda in die goldene Milch rühren.

Gebe alle Zutaten in ein Glas und vermische sie gut. Gieße dann mit Wasser auf und verrühre gründlich. Dann erwärme das Glas mit dem Inhalt vorsichtig – nicht zu heiß werden lassen. Zum Schluss kannst du die „Milch“ in einen Smoothie-Mixer geben und das Ganze mixen oder mit einem Milchschäumer bearbeiten. In beiden Fällen entsteht ein schönes, warmes Getränk mit einer wunderbaren Crema, welches du vor dem Schlafengehen genießerisch zelebrieren kannst.

Goldene Milch to go

Wenn dir das mit dem Selbstzusammenstellen too much ist, dann probiere es doch einfach mal mit einem Yogi oder Yoga Tee. Den gibt es als Teebeutel, aber auch in ausgewählten Teeläden auch als Pulver zum Aufgießen. Achte aber auf die Zutaten und ob alles enthalten ist. In diesen Tee gibst du dann einfach das fertige Goldene-Milche Pulver, etwas Protein Pulver oder Milch, süsst ihn etwas und schäumst ihn auf. Fertig ist deine Goldene Milch togo

Zu welchem Dosha gehört Goldene Milch?

Goldene Milch wird in der Ayurveda-Lehre traditionell als „Tridosha-ausgleichend“ angesehen, aber mit einer stärkeren Wirkung auf Vata und Kapha.

  • Vata (Luft & Äther) → Beruhigend
    • Vata-Typen neigen zu Kälte, Trockenheit und Nervosität.
    • Goldene Milch wärmt, erdet und entspannt.
  • Kapha (Erde & Wasser) → Stärkend, aber mit Anpassungen
    • Kapha-Typen sind oft träge und feucht.
    • Ingwer, Pfeffer und Zimt helfen, Kapha ins Gleichgewicht zu bringen.
  • Pitta (Feuer & Wasser) → Kann überhitzen!
    • Da Pitta bereits heiß ist, kann zu viel Ingwer, Pfeffer und Kurkuma zu stark erhitzen und Hitze-Symptome verstärken (z. B. Sodbrennen, Entzündungen).
    • Eine sanfte Version mit weniger Schärfe (z. B. kein Pfeffer, mehr Kokosmilch zur Kühlung) wäre für Pitta besser.

Anpassungen je nach Dosha

Für Vata → Mehr Ingwer, warme Mandel- oder Hafermilch.
Für Kapha → Weniger Milch, eher mit Tee, mehr Pfeffer & Zimt.
Für Pitta → Weniger Pfeffer & Ingwer, eher Kokosmilch zur Kühlung.

Goldene Milch ist besonders gut für Vata & Kapha, aber kann für Pitta zu scharf sein, wenn aiw nicht angepasst wird. Wenn du ein Pitta-Typ bist, solltest du die Rezeptur etwas milder halten.

Ich habe seit längerem Probleme mit dem Gewicht und friere gegenüber früher leicht und vor allem sehr viel. Eigentlich beginnt mein Problem mit dem Frieren ab ca. Oktober und hält bis zu den ersten Frühlingstemperaturen an. Das Gute daran: Ich bin im Sommer besser drauf als früher. Während ich in jüngeren Jahre Hitze gemieden habe und in den viel zu heißen Sommerulrauben mehr gelitten als gelebt habe, ist es heute umgekehrt. Ich friere, manchmal sogar bei 28 Grad im Schatten. Mit der goldenen Milch wird es aber langsam etwas besser.

Auch schmerzen meine Muskeln oft. Nachdem ich ca. 2 Wochen jeden Abend meine goldene Milch getrunken hatte, wurde es mit den Schmerzen langsam – zu meinem eigenen Erstaunen – wirklich.


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